going basic

Nach unserer tollen Wanderung auf die Trolltunga blieben wir noch 4 Tage in Odda – zum einen um noch ein wenig zu entspannen und zum anderen weil wir auf einen wichtigen Brief warteten (der bis heute nicht aufgetaucht ist – deshalb bin ich immer noch SIM-Kartenlos, wichtiges bitte an Simon). Wir besuchten einen kleinen Ort namens Sunndal direkt neben Odda um von dort aus eine Wanderung zum Ausläufer des Folgefonna Gletschers zu machen – den Bondhusbreen.

Segelboot in Sunndal

Auf einem Wanderparkplatz stellten wir unseren Bill ab und nach einer guten Stunde erreichten wir auch schon den kleinen See direkt unter der Gletscherzunge. Leider war davon nicht mehr viel zu sehen – Klimawandel lässt grüßen.

Wir liefen noch Rund um den See, aßen unser Abendessen am anderen Ende und dann gings auch schon wieder zurück zum WoMo.

Pragser Wildsee Feeling in Norwegen – oder umgekehrt?

Wir suchten uns einen Stellplatz für die Nacht direkt am Fjord aus und versuchten ein zweites mal unser Angelglück. Bis um 02:00 wollten die Fische einfach nicht beißen, dafür aber dieser kleine Racker:

Wir überlegten den Oktopus zu essen aber wir wussten nicht wie wir ihn artgerecht töten müssten (bei 3 Herzen wahrscheinlich garnicht so einfach), außerdem war er noch klein- deshalb entschieden wir uns Lebewohl zu sagen und Simon beförderte ihn wieder zurück ins Meer.

Am 16. Juli gings dann weiter Richtung Norden:

In Flam machten wir einen kurzen Stopp und kamen genau rechtzeitig um ein rießiges Kreuzfahrtschiff aus dem Hafen fahren zu sehen.

Unser eigentliches Ziel an dem Tag war der Aussichtspunkt Stegastein in Aurlandsvangen. Über eine extrem schmale Serpentinenstraße gings ein paar hundert Höhenmeter hinauf auf eine Plattform direkt über dem Aurlandsfjord.

kurz vor dem Ziel
650m über dem Fjord – ohne ins Schwitzen zu kommen

Eigentlich wollten wir durch den längsten Tunnel Europas (Laerdaltunnel – 24km) fahren, aber dazu hätten wir die ganze schmale Serpentine wieder runter müssen. Deshalb entschieden wir uns oberhalb die Pass-Straße zu nehmen, die das Aurland und Laerdal miteinander verbindet. Oben entpuppte sich dieser Plan als genial – die Landschaft war einmalig schön und es gab einige gute Stellplätze um zu übernachten.

Panorama vom Panorama
Traditionen die weitergeführt werden – immer einen Schnaps nach erfolgreicher Fahrt!
Abend ausklingen lassen vom feinsten.

Unser Ziel während der Reise ist es so wenig wie möglich auf Campingplätzen zu übernachten. Einerseits natürlich weil es günstiger ist, aber hauptsächlich weil wir es nicht müssen und uns dass „frei stehen“ einfach viel besser gefällt als vom Husten des Nachbarn geweckt zu werden. Momentan sind wir durschnittlich einmal die Woche auf einem Campingplatz um uns zu ver- und entsorgen. Wir haben uns bereits in Seen, Fjorden und Flüssen gewaschen – immer unter hygienischeren Bedingungen wie in den meisten Campingplatzduschen.

Simon auf dem Weg zu seinem Whirlpool
…außerdem ist das Panorama besser.

Nach unserer Nacht im Aurlandsfjellet gings weiter Richtung Jotunheimen Nationalpark.

Atemberaubende Landschaft egal wohin man fährt.
Jotunheimen Nationalpark

Da wir erst Spät losfuhren und sich die 170km doch ein wenig durch den Nationalpark zogen haben wir in einem kleinen Dorf namens Bismo übernachtet. Am nächsten Tag kam dann das komplette Norwegen-Sightseeingprogramm dran:

Ziel des Tages war der Geirangerfjord. Der 15km lange Seitenarm des Sunnylvsfjords zählt seit 2005 zum UNESCO Weltnaturerbe. Irgendwie hat sich das die letzten Jahre rumgesprochen – Tourismus zum abwinken.

Auf dem Weg zum Geirangerfjord.

Ich überredete Simon erneut eine crazy Bergstraße raufzufahren für läppische 13 Euro damit wir den Fjord von oben bestaunen konnten:

In Norwegen bekommt man viel Aussicht für wenig Muskelkater.
Happy in Norway.
Maki kam auch auf seine Kosten – Schnee im Juli.
Tippi Toppi Flippi Floppi

Hurtig fuhren wir weiter zur Stadt Geiranger – die leider total vollgestopft war mit Wohnmobilen und rießigen Touristenbussen. So wurde es nur ein kurzer Spaziergang am Hafen und ein schnelles Lachsbrot, dann gings die nächste Bergstraße hoch zum zweiten Aussichtspunkt.

Für Simon war die ganze Bergfahrerei doch sehr anstrengend – deshalb wollten wir nur noch mit der Fähre über den nächsten Fjord und uns dann einen Stellplatz für die Nacht suchen.

Norwegens Bergstraßen – Auszug aus Simons Tracking App
Fähre fahren in Norwegen kostet weniger als 2kg Karotten – 12€ haben wir bezahlt.

Die Überfahrt mit der Fähre haben wir uns viel komplizierter vorgestellt. Es ging alles richtig schnell, alle 15min fuhr eine Fähre los und eine Fahrt rüber dauerte solange wie ein Cornetto Eis essen. In Linge angekommen haben wir uns spontan entschieden die „Trollstigen“ als letzten Sightseeingspot des Tages doch noch anzusehen.

Die Trollstigen – 12% Steigung – 400m Höhendifferenz – 320m Wasserfall, steht alles auf dem Informationsbrett.

Ganz gespannt wie das alles in Real-Life aussieht schlängelten wir uns an den anderen Touristen vorbei einem schmalen aber schön gebauten Weg zur Aussichtsplattform direkt über der Passstraße.

yalla yalla
Das Foto wird dem was man von da oben sieht leider GAR NICHT gerecht.
Simon muss das dann noch alles mit dem WoMo runterfahren.

Unten sind wir dann glücklicherweise heil angekommen (wenn ich gefahren wäre never ever) und haben dann sogar einen Campingplatz gefunden an dem wir gratis stehen durften und auch gratis Internet zur Verfügung gestellt wurde. Der Grund weshalb ich jetzt die Möglichkeit habe den Blogbeitrag zu schreiben. Da das Wetter die nächsten Tage eher schlecht werden sollte bleiben wir einen Tag zur Entspannung im WLAN-Paradies und fahren dann weiter nach Alesund – ein bisschen Stadtluft schnuppern. Adios bis nächste Woche!

Mein Blick auf mein Handy wenn ich Internet habe ❤

Simon wollte unbedingt das ich euch noch den schön ausgeleuchteten Kreisverkehr IM Tunnel zeige:

Tada

7 Antworten auf „going basic

  1. Simon das war eine große Leistung wir haben die Trollstiegen 1987 mit PKW gefahren aber mit Billy alle Achtung,weiter so den Schnaps bei Ankunft nicht vergessen Gr.Josef u.Hildegard

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    1. Hallo Josef, ich bin mir sicher die Straße wurde seit damals erneuert bzw. verbreitert. Es fahren zahlreiche Bussunternehmen zu den erwähnten Aussichtsplatformen und auch andere Wohnmobilisten sind unterwegs. Die Serpentinenstraße von Ovre Ardal hoch Richtung Nationalpark war dennoch nicht ganz ohne. Gruß Simon

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