dream big – Pt. 1

Nach 3 Stunden auf der Fähre legten wir in Moskenes an. Nachdem die Türen zu den Fahrzeugen geöffnet wurden, nutzte ich die Gelegenheit um schnell im Wohnmobil meine Kamera zu holen und an Deck ein paar Fotos zu schießen.

Da es bereits kurz vor 22:00 Uhr waren suchten wir uns in der Nähe in Moskenes einen Stellplatz und feierten das wir es endlich auf die Lofoten geschafft hatten. (Ich feierte es wahrscheinlich mehr als Simon – die Lofoten waren schon immer ein ganz großer Traum für mich). Den nächsten Tag starteten wir im kleinen Fischerdorf Å, ja es gibt ein Dorf das Å heißt, wo wir an der Bucht entlang spazierten bis wir einen See entdeckten an dem wir dann Brunchen und Baden wollten. Es hatte 22 Grad!! und die Sonne brannte uns auf den Rücken. Perfekt um in einem Bergsee ein wenig Erfrischung zu finden:

Das kleine Dorf Å
Panorama in Å
Kathi lacht jetzt sicher. Barcelona Erinnerungen.

Da der Sonnenuntergang erst um 23:35 Uhr ist und es auch dann noch fast Taghell ist, haben wir beschlossen erst am Abend unsere Wanderung zu starten. Im Internet ist die Wanderung mit 450hm / 1h Gehzeit beschrieben. Außerdem ist gutes Schuhwerk ein Muss da der Weg extrem steil und matschig beschrieben wird.

Simon freut sich schon – die Hitze setzt ihm gar nicht zu.

Wir wussten das wir nur 450hm besteigen mussten – ein Klax für einen Vorarlberger. Was wir leider nicht wussten war das nur zwei Wochen vorher der komplette Wanderweg zum Reinebringen erneuert wurde. Da durch die Popularität auf Instagram und Co. immer mehr Touristen den Berg bestiegen, kam es zu Steinschlägen und einigen Schwerverletzten sowie Todesfällen. Deshalb beschloss Norwegen einen sicheren Weg zu bauen und flogen Sherpas aus Nepal ein, ohne Witz. Der Weg war sechs Wochen geschlossen und wir fanden jetzt einen Brandneuen „Wanderweg“ bestehend aus über 1000 fast identischen Steinstufen vor. Die Wanderschuhe komplett umsonst angezogen quälten wir uns in der Abendsonne auf den Reinebringen. Nach 40min erreichten wir dann die Spitze und …seht einfach selbst:

Wir dachten das am Abend um 20:00 Uhr bestimmt nicht mehr so viele Leute unterwegs sind, aber Norwegen eignet sich im Sommer ideal für Nachtwanderungen. An der Spitze tummelten sich die Menschen und man musste wirklich gut aufeinander aufpassen. Es stand nur sehr wenig Fläche zur Verfügung und es sind auch schon Menschen von diesem Berg abgestürzt.

Maki, ein braver Berghund

Wir quatschten oben noch mit ein paar Schweizern die wir kennenlernten und vorhatten auf dem Reinebringen zu übernachten. Simon flog eine Runde mit der Drohne und danach begann für uns auch schon wieder der Abstieg. Ein toller erster Tag auf den Lofoten!

Am nächsten Tag hieß es erstmal ausschlafen. Später wollte ich mit meiner Kamera die zwei Dörfer Sakrisoy und Hamnoy erkunden.

Classic Hamnoy
Lofoten ist das Disneyland für Fotografen
Die letzten Stinkefische werden abtransportiert.
Die zwei Brücken Richtung Fredvang.

Wir planten am Abend die nächste Wanderung und wollten vorher noch ein bisschen Angeln. Simon hatte seinen letzten Fisch eine Woche vorher gefangen und war ganz heiß darauf seinen nächsten großen Fang zu machen. Innerhalb von zwei Stunden hatte Simon folgendes am Hacken:
1 x fremder Silch, 1 x Koralle, 1 x Seegras, 1 x untermaßiger Fisch
und diese wunderschöne 41cm Makrele.

Stolzer Fischfänger!
Männer müssen alles nachmessen.

Nach erfolgreichem Fischfang fuhren wir um 20:00 Uhr zum Wanderparkplatz und packten unsere Sachen für die Ryten Wanderung. Die Wanderung war mit 500hm und 5km angeschrieben. Ursprünglich wollten wir zu der darunter liegenden Kvalvika Bucht um den Sonnenuntergang anzusehen, ich habe aber Simon dann doch überreden können „kurz“ raufzulaufen. Ganz unspektakulär gings stetig Bergauf, oben angekommen hat sich der Ausblick mal wieder mehr als gelohnt:

Simon hat die Drohne den ganzen Weg mit raufgeschleppt aber den Akku vergessen – trotzdem glücklich.
Sonnenuntergang am Ryten.

Es war extrem windig an der Spitze und wir sahen dutzende Zelte am Strand unten stehen. Auch wir waren nicht alleine an der Spitze um unseren ersten Sonnenuntergang in Norwegen zu genießen.

Kvalvika Bucht von oben. So sah es wirklich aus!
Der Sonnenuntergang wirft tolle Farben am Nord Atlantik auf.
Simon’s Humor.
Wir wandern nach dem Sonnenuntergang zurück – es ist 01:30 und noch extrem hell.
Der Mond begrüßt uns – wir fallen Totmüde ins Bett. Ein wunderschöner zweiter Tag auf den Lofoten geht zu Ende.

Am nächsten Tag haben wir beschlossen uns einen Campingplatz zu suchen damit wir unsere Wäsche waschen können und ich die letzten 10 Tage für den Blog zusammenfassen kann. Wir fanden einen tollen aber leider auch Teuren direkt an einem wunderschönen Strand.

Die Lofoten sind das Paradies des Nordens.
Maki’s erster offizieller Strand. Er hat Angst vor den Wellen.
Wandern in den Bergen – Abkühlung am Sandstrand. Einfach Wahnsinn.

Simon backt die selbst gefangene Makrele noch in Butterschmalz und kocht leckeren Gemüsereis dazu. So besiegeln wir unseren 3. Tag auf den Lofoten.

Für Maki gibts leider nur Salzwasser statt Fisch.

Lofoten Teil 2 folgt…

3 Antworten auf „dream big – Pt. 1

  1. Wir waren diesen Januar dort. Was für ein Unterschied! Im Gegensatz zu euch haben wir jeden Tag nur ganz kurz Licht gehabt. Dafür hatten wir viel, viel Schnee und auf den Lofoten das erste Polarlicht. Wie schön, mit diesem Blog jetzt die andere Seite zu sehen! Danke fürs Fotografieren und Einstellen!

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      1. Meine Schwester hatte vor vielen Jahren im schwedischen Sommer die schönsten und farbenprächtigsten Polarlichter ihres Lebens. Ich denke, ihr habt auch jetzt gute Chancen!

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