september blues

Nach unserem Werkstatt Besuch ging die Fahrt mitten durch Deutschland weiter. Über Frankfurt am Main bis kurz vor die Grenze zu Frankreich. Dort legten wir noch einen kurzen Stopp bei ALDI SÜD ein um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Wir ließen Saarbrücken hinter uns und unser nächstes Ziel war Simons Kindheitstraum: Disneyland Paris!

Ursprünglich war unsere Route komplett anders geplant. Wir wollten im Norden von Polen dem Meer entlang bis nach Hamburg fahren und von dort die Niederlande und Belgien besuchen. Da wir aber über Warschau und Tschechien runter sind entschieden wir uns direkt nach Frankreich zu fahren. Die Wahrheit ist das wir einfach keine Lust mehr haben uns Städte anzusehen und endlich an die Küste wollen. In Amsterdam waren wir bereits 2017 und Belgien heben wir uns auf.

In der Nacht hat man Disneyland für sich allein.

Wir kauften uns die Tickets für Disneyland online für 51€ pro Person / pro Tag. Da wir keinen Stress haben und die nächsten paar Jahre nicht vorhatten Disneyland nochmal zu besuchen entschieden wir uns für ein zwei Tages Ticket damit wir beide Parks in Ruhe besichtigen konnten. Das Hauptproblem war das wir Maki logischerweise nicht mit reinnehmen durften. Anscheinend gibt es eine Betreuungsmöglichkeit für Hunde – ich entschied mich aber dagegen, da im Internet stand das die Hunde einfach nur in Metallboxen eingesperrt werden und da hatte Maki deutlich mehr Platz im Wohnmobil. Übers Internet fanden wir dann heraus dass es möglich war direkt vor dem Disneyland an der Straße gratis zu parken. Für zwei Tage parken am offiziellen Parkplatz hätten wir 90€ zahlen müssen, deshalb wollten wir unbedingt die andere Möglichkeit ausprobieren. Wir fuhren kurz vor Mitternacht rein damit die Chancen auf einen Platz höher waren und hatten tatsächlich Glück! Direkt vor der Eingangspforte zum Disneyland konnten wir unseren Bill abstellen. Rechts und links fuhren zwar permanent Autos an uns vorbei und machten Lärm, aber um sich die 45 Euro pro Nacht zu sparen war es uns das total wert. Außerdem konnten wir so mittags schnell raus mit dem Hund Gassi gehen und mussten nicht eine halbe Stunde zu den anderen Parkplätzen laufen. Alles in allem – the best parking deal in history ever!!

Dank Internet Tipps Geld sparen!

Am nächsten Tag gings dann los und wir freuten uns wie kleine Kinder als wir durch das rießige Tor in den größten Vergnügungspark Frankreichs liefen.

Klar das Disneyland richtet sich hauptsächlich an Familien mit kleinen Kindern, aber in jedem Erwachsenen steckt immer noch ein bisschen Kind!

Eine der vielen Shows im Disneyland.

Wir sahen uns alle Shows an, fuhren fast jede Bahn und liefen insgesamt mehr als 35km in den zwei Tagen. In den vielen Shops kann alles mögliche an Merchandise Produkten gekauft werden, wir holten uns einen kleinen Droiden ins Wohnmobil:

Die zwei Tage waren total spaßig aber auch anstrengend, außerdem wurde Simon ein bisschen grippig weshalb wir übers Wochenende nicht direkt nach Paris reinfuhren sondern zuerst an einem Fluss außerhalb der Stadt pausierten.

Tschüss Disneyland, definitiv einen Besuch wert!

In Paris angekommen hatten wir Glück und fanden wieder einen gratis Parkplatz im Park „Bois de Boulogne“ der nur 30 Gehminuten vom Eiffelturm entfernt lag. Außerdem waren wir in einem der größten Parks, perfekt um mit dem Hund spazieren zu gehen und sich von den Tagen voller Menschen am Abend zu erholen. Da wir gar kein Wasser mehr hatten und uns nicht auf einen total überteuerten Campingplatz stellen wollten, haben wir mit unserer Kübeltaktik an einem öffentlichen Wasserhahn zuerst die Wasservorräte aufgefüllt.

Waterboy Doris

Wir kauften uns Tickets für ein Hop on – Hop off Busunternehmen um die Stadt ganz gemütlich zu erkunden. Der erste Platz den wir besichtigten war der berühmte Palais du Trocadero, ein perfekter Ort um den Eiffelturm anzusehen.

Ausblick vom Tracadero auf den Eiffelturm kurz vor Mitternacht.

Normalerweise recherchiere ich sehr genau über Städte und deren Sehenswürdigkeiten bevor ich sie besuche, da wir aber schon in so vielen waren verließ ich mich komplett auf die Broschüre des BigBus und so fuhren wir alle Spots ohne großes Vorwissen ab. Glücklicherweise erhält man sehr viele Informationen per AudioGuide während der Fahrt. Manchmal kann man es sich auch einfach machen und nur genießen.

Hardcore Touri mäßig unterwegs.
Ein Meisterwerk von Gustav Eiffel.
Das drittgrößte Museum der Welt – der Louvre.

Am Louvre angekommen hätten wir natürlich gern die Mona Lisa und Co. bestaunt, da es aber eine Wartezeit von 1,5h gab um ins Museum zu gelangen um dann wieder vor Moni zu warten, haben wir darauf verzichtet. Wir hatten unglaublich schönes Wetter und wanderten durch Paris an der Seine entlang, bestaunten die vielen großartigen Gebäude und beobachteten wie sich Menschen in den verrücktesten Posen per Selfiestick fotografierten.

Simon vor dem Palais du Louvre
Paris gehört leider auch zu den staubigeren Städten.
Petit Palais – Eines von ca. 160!!! Museen in Paris

Bei Nacht sieht Paris nochmal um ein vielfaches Schöner aus als Tagsüber!

Der Triumphbogen nach Sonnenuntergang.
Opera Garnier bei Nacht

Obwohl wir viel mit dem Bus gefahren sind haben wir doch noch einige Kilometer zurückgelegt und fielen an dem Tag todmüde ins Bett. Am nächsten Morgen stand der Besuch der „Opera Garnier“ an, sowie eine Bootsrundfahrt auf der Seine:

Unter Baumeister Charles Garnier entstand 1875
die wahrlich schönste Oper der Welt nach 15 Jahren Bauzeit.

Leider hatten wir Pech, an dem Tag waren Proben weshalb der Zuschauerraum gesperrt war. Trotzdem hatten wir mit der spektakulären Marmortreppe im „Grand Foyer“ und den Nebenrräumen genug zu bestaunen.

Ausblick vom Balkon der Oper
Simon in der Mitte des wunderschönen Foyers – Motto damals: Sehen und Gesehen werden.
Simon shared sinne Opinion uf jeden Fall.

Am späten Nachmittag gings weiter zur Bootsfahrt auf der Seine.

Sonnenuntergang vom Boot aus.
Notre Dame in seiner halben Pracht

Nach drei Tagen Paris war es dann endlich Zeit uns Richtung Küste zu bewegen. Unser erster Stop war die kleine Stadt FeCamp. Dort verbrachten wir einen Abend und am nächsten Tag gings in den Nachbarsort nach Etretat. Das letzte Mal als wir Zeit am Meer verbrachten war in Riga an der Ostsee, nun konnten wir von den steilen Küstenabschnitten Nordfrankreichs auf den Ärmelkanal blicken:

Ein absolutes Highlight in der Normandie ist definitiv die französische Gemeinde Etretat. Weltweit bekannt für die außergewöhnlichen Felsformationen lockt das nur 1300 Einwohner kleine Dorf jedes Jahr zahlreiche Touristen an. Viele Hotels, Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein, wir entschieden uns (mit Bier und Sandwiches bepackt) lieber den Sonnenuntergang von der Küste aus anzusehen. Der Aufstieg war pipileicht und schnell war das Hochplateau erreicht. Die drei berühmten Felsformationen Port d’Aval, Manneporte und Falaise d’Amont waren sehr beeindruckend und für mich natürlich tolle Fotomotive.

Blick auf die Manneporte

Was mir auch gut gefiel (außer der atemberaubenden Aussicht natürlich) war das es so gut wie keine Geländer gab die die natürliche Auslese ausbremsen konnten. Überall ging es bis zu 110m steil hinab und trotzdem gab es sehr wenige nervige Schilder die einen darauf hinwiesen sein Hirn einzuschalten. So konnten wir uns einen wunderbaren Platz zum Sonnenuntergang aussuchen mit Blick auf die Manneporte.

einen Blick riskieren

Nun sind wir auf dem Weg Richtung Bretagne und freuen uns auf noch mehr Meer! Bis zum nächsten Beitrag 😉

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