where are we going?

Nach unserem Besuch in Etretat fuhren wir zum Küstenabschnitt Omaha Beach der 1944 ein Kriegsschauplatz zwischen den Alliirten und Deutschen war. Simon stattete dem Overlord Museum einen Besuch ab in dem viele originale Unikate aus dem Krieg zu bestaunen waren.

Ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen am Omaha Beach

Unser letzter Sightseeing Spot in der Normandie war der Le Mont Saint Michel, eine 30 Einwohner Gemeinde auf einer felsigen Insel. Nachdem 2,3 Millionen Menschen jährlich dieser Insel einen Besuch abstatten waren sie bestens für den Massentourismus vorbereitet. Parkplätze wohin das Auge reichte und ein Bus der im 5 Minuten Takt zur und von der Insel fährt. Für vornehme Touristen steht sogar eine Pferdekutsche bereit, wenn man sich den 30 minütigen Marsch sparen möchte. So sparsam wie wir Vorarlberger sind haben wir uns in der Nachbargemeinde einen gratis Parkplatz gesucht und sind nach 45min Fußmarsch (Maki dankt!) auch bei der tollen Insel angekommen.

Le Mont Saint Michel
Ob zu Fuß, mit Bus oder Pferd – alle Wege führen nach Mont Saint Michel.

Wir haben sehr schnell erkannt das wir großes Glück hatten die Insel in der Nebensaison zu erkunden. Die Parkplätze waren fast alle leer und da wir erst am frühen Nachmittag aufgebrochen sind kamen uns schon sehr viele Touristen entgegen die nach Hause gingen. Trotzdem war noch allerhand los als wir vor den Toren des mächtigen Klosters standen.

Seit 1979 ein UNESCO Weltkulturerbe
Herr der Ringe Feeling in Frankreich

Wir wählten eine der zahlreichen kleinen Gassen die sich durch die kleine Gemeinde schlängelten und liefen den hohen Burgmauern entlang bis wir oben an der Spitze ankamen. Von oben hatten wir einen tollen Rundumblick und konnten in der Ferne die Touristen beobachten, die darauf warteten bis einer der Busse sie abholen kommen würde.

Viele Stiegen und enge Gassen

Die kleine Insel selbst war fantastisch! Es machte Spaß die vielen Gassen entlang zu laufen und hinter jeder Ecke entdeckte man etwas neues. Allerdings könnte ich mir vorstellen das es nur halb so lustig wäre sich die 4km² mit tausenden anderen Touristen in der Hauptsaison zu teilen. Gegen Ende liefen wir noch an einigen Restaurants, Hotels und Souvenirläden vorbei bis wir wieder unten zum Haupteingang ankamen.

Auf dem Rückweg noch ein letztes Bild vom berühmtesten Kloster der Normandie

Da uns unser Gratis Parkplatz sehr früh am Morgen mit Kirchenglocken aus dem Bett holte gings direkt weiter nach Plevenon, unser erster Stopp in der wundervollen Bretagne. Die Landzunge Cap Frehel lockte mit 70m hohen Klippen, einem Wahnsinns Leuchtturm und dem Schloss Fort La Latte auch uns an! Wir fanden einen geschlossenen Camping Platz mit funktionierendem WLAN für nur 5 Euro die Nacht und entschieden gleich für zwei Nächte zu bleiben. Diejenigen die unsere Reise fleißig mitverfolgen wissen, wir haben tatsächlich sowas wie schönes Wetter für drei Monate gebucht gehabt. In den letzten Wochen war es permanent sonnig und warm, nun wurden wir in der Bretagne zum ersten Mal mit Regen der länger als einen Tag andauerte konfrontiert. Wir planten vom Camping Platz aus bis zum Cap Frehel der Küste entlang zu wandern und von dort dann weiter bis zum Schloss Fort La Latte. Leider war es dann so windig und stürmisch das wir am Cap Frehel wieder umdrehten und uns das Schloss am nächsten Tag ansahen. Weshalb ich auch keine Fotos vom Cap Frehel habe, da es so stark regnete und ich meine Kamera nicht auspacken wollte.

Super Strände in der Bretagne direkt vor dem Campingplatz

Am nächsten Tag lachte uns die Sonne dann wieder entgegen und wir nutzen die Regenfreien Stunden um das Schloss anzusehen. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und bereits einmal im Kampf komplett zerstört und wieder aufgebaut. Das komplette Gelände durfte besichtigt werden und von der Spitze des Turms hatten wir einen tollen Rundumblick bis zum Cap Frehel. Danach fuhren wir der Nordküste entlang und sahen uns einige schöne Strände an sowie die kleine Ortschaft Meneham.

Das Schloss Fort La Latte
Innenhof des Fort La Latte
Simon liebt alte Burgen

Die Bretagne leert sich langsam und die meisten Campingplätze schließen ihre Tore gegen Ende September. Wir hatten Glück und fanden einen tollen Platz direkt am Strand und genossen einen Campingplatz fast nur für uns. Morgens aufzuwachen und zuerst einen tollen Strandspaziergang mit Maki zu machen werde ich definitiv in Vorarlberg vermissen.

Aufwachen mit der besten Aussicht.
Im Hintergrund sieht man Ciri in Großbritannien.
Das Steinhaus zwischen Steinen in Meneham

Ein Höhepunkt in der Bretagne ist definitiv die Halbinsel Crozon in Finistere zwischen Brest und Quimper. Im charmanten Regionalen Naturpark Armorique gelegen war es auch nicht schwer einen Platz zum wohlfühlen zu finden:

Am Strand leider nicht erlaubt…
In Crozon gabs mal wieder Date Night mit Pizza

Unser erstes Ziel war der sogenannte Virgin Islands Beach der südöstlich auf der Crozon-Halbinsel liegt. Mit Dauerregen konfrontiert marschierten wir durch den Wald einem schmalen Trampelpfad entlang bis wir zu den Klippen am Meer gelangten:

Virgin Islands Beach

Der Kiesstrand konnte nur über einen sehr steilen Weg erreicht werden der extrem rutschig war weil es so stark regnete. Für Simon und Maki gar kein Problem, ich mit meinen fancy neuen Schuhen denen ich noch kein vertrauen schenke und meiner Kamera die JA NICHT NASS werden darf war es schon ein schwierigeres Unterfangen. Als ich es dann auch endlich runterschaffte suchten wir Unterschlupf vor dem Regen in der Grotte die komplett frei lag weil die Gezeiten es gut mit uns meinten.

Die Insel Crozon hat aber noch mehr zu bieten! Am nächsten Tag besuchten wir insgesamt drei Aussichtspunkte auf der Insel. Angefangen ganz im Süden mit dem langweiligsten Spot Cap de la Chevre dem wir nur einen ganz kurzen Besuch abstatteten. Am Point de Dinan wanderten wir der Küste am GR34 entlang und am Point de Penhir gabs dann Mittagessen. Ob nur kurzer Spaziergang oder ausgedehnte Rundwanderung, in Crozon ist bestimmt für jeden was dabei!

Simon aka Michelin Man am Cap de la Chevre.
Point de Dinan
Point de Dinan
Simon am Point de Dinan
Im Hintergrund sieht man schon den Point du Penhir
Point du Penhir mit den charakteristischen Felsen im Meer.

Wir verabschiedeten uns von der Halbinsel Crozon und dann gings weiter Richtung Süden auf die Landspitze Cap Sizun. Ich wollte unbedingt mal an der GR34 richtig entlang wandern und da sich das Wetter verbesserte nutzte ich die Chance und entschied mich für eine Trekking Route vom Leuchturm Phare du Millier bis nach Point de Brezellec. Um halb 10 am Morgen gings topmotiviert los:

Mein Startpunkt am kleinen Haus am Phare du Millier.
Der Weg schön erkennbar zwischen den verblühenden Heidefeldern.

Der Küstenwanderweg GR34 (auch als Zöllnerweg bekannt) schlängelt sich Bucht für Bucht die gesamte Küste der Bretagne entlang. Um die gesamte Strecke zu laufen würde es drei Monate brauchen. Ich brauchte für meine 25 Kilometer stabile 6 Stunden Gehzeit. Der Wanderweg selbst ist gut ausgebaut und verläuft wunderschön an einsamen Sandstränden vorbei und immer wieder trifft man auf atemberaubende Felsformationen.

Bester Strand auf Cap Sizun!

Ursprünglich wollte ich noch einen zweiten Tag Trekking dranhängen und bis zum Point du Raz wandern, hatte dann aber keine Lust mehr. Die Küstenwege sind wunderschön, aber nach fast zwei Wochen hatte ich mich dann doch satt gesehen. Deshalb entschieden wir uns mit Point du Raz als letzten Aussichtspunkt an der Küste abzuschließen und uns dann mehr Richtung Landesinnere zu bewegen um neues zu entdecken.

Point du Raz mit dem einsamsten Leuchturm der Welt.
Nun war Bill bereits das zweite Mal am fast westlichsten Punkt Frankreichs.

Unser Weg führte uns in die Sechstgrößte Stadt Frankreichs, nach Nantes. Grund dafür war die Ausstellung des Museums Les Machines de I’ile. Kurz erklärt: Zwei Franzosen (Francois und Pierre) haben 2007 in einem großen Lagerhaus am Hafen von Nantes das geilste Museum eröffnet in dem ich jemals war! Inspiriert vom Steampunk treffen Maschinen auf Natur und entstanden sind atemberaubende Objekte an denen mehrere Künstler, Ingenieure und Handwerker zusammenarbeiteten.

Eine alte Lagerhalle die nun als Museum dient.
Das Besondere: Jedes Objekt kann auf eigene besondere Weise gesteuert werden.

Das bisher größte Objekt ist der 12 Meter große und 40 Tonnen schwere Elefant. Allein für ein Ohr benötigte es Leder von insgesamt fünf Kühen! 52 Personen haben Platz und wie ein echter Elefant kann er aus seinem Rüssel Wasser spritzen lassen:

Inspiriert von Leonardo da Vinci und Jules Verne sind zwei weitere Projekte entstanden, der noch nicht fertiggestellte Heron Tree und das Marine Worlds Carousel.

Marine World’s Carousel
Der Drache auf dem Karusell in Miniatur..
… und mit Simon als Fahrgast.
Simons Empfehlung der Woche: Les Machines de I’ile in Nantes 😀

Ein bisschen außerhalb von Nantes besuchten wir am nächsten Tag den historischen Themenpark Puy du Fou in Les Epesses. Anders als im Disneyland Paris und im Europapark geht es in Puy du Fou nicht um Achterbahnen und Nervenkitzel sondern darum mit spektakulären Shows die Besucher ins Staunen zu versetzen. Da ich überhaupt kein Fan von Mittelalter und Shows auf Bühnen bin war ich anfangs eher kritisch eingestellt, da ich aber wusste das Simon genau auf diese Dinge total abfährt lies ich mich nicht lange überreden. Mit insgesamt 19 verschiedenen Attraktionen die auf 55 Hektar verteilt zwischen 25 und 40 Minuten laufen war unser Tagesprogramm gut gefüllt.

Quelle: http://www.loiseliere.com
Das einzige Bild das ich an dem Tag machte.

Angefangen haben wir mit der besten Show des Tages (ok meine Meinung), ähnlich wie die Adler Flugshow am Pfänder nur tausend mal spektakulärer gings bei der Show Le Bal des Oiseaux Fantômes so richtig zur Sache. Dutzende Raubvögel kommen aus der Schloßruine hervor und fliegen immer wieder knapp über die Köpfe der Besucher. Teilweise werden sie von einem Heißluftballon der hoch im Himmel steht frei gelassen und lassen sich rasend schnell Richtung Boden fallen um die Beute von den Falknern zu ergreifen. Zum Höhepunkt sind es dann über 150 Vögel (Falken, Adler, Störche, Raben, Gänse, Geier uvm) die alle gleichzeitig über das Stadion kreisen. Es war der Hammer!!! Hab leider nur Videos gemacht, deshalb keine Fotos für den Blog. Wer mehr über den Park erfahren möchte sollte einfach mal „Puy du Fou“ in seiner Lieblingssuchmaschine eingeben! Das war nur eine von total vielen unglaublichen Showeinlagen, wer jemals in der Nähe von Nantes ist sollte unbedingt diesen Themenpark besuchen! Für uns gehts jetzt Richtung Spanien und wir hoffen auf Sonne, bis dann!

2 Antworten auf „where are we going?

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